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Die Sommerzeit ist die im Sommerhalbjahr meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit einer Zeitzone.
In der mitteleuropäischen Zeitzone ist dies die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), auf englisch
Central European Summer Time (CEST, britisch) bzw. Central European Time / Daylight Saving Time
(CET DST, amerikanisch). Sie entspricht der Ortszeit auf dem 30. östlichen Längengrad.
Die offizielle Bezeichnung für die umgangssprachliche Winterzeit lautet Normalzeit. In der
mitteleuropäischen Zeitzone ist dies die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie entspricht der Ortszeit
auf dem 15. östlichen Längengrad.
Im Jahr 2009 dauert die Mitteleuropäische Sommerzeit vom 29.03.2009, 02:00 MEZ bis zum 25.10.2009, 03:00 MESZ.
In Deutschland wurde die Sommerzeit 1916 bis 1918 im Kaiserreich erprobt. In der Weimarer Republik
gab es dann keine Zeitumstellung mehr.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Sommerzeit wieder eingeführt. Unmittelbar nach dem Krieg
wurde die jährliche Umstellung auf Sommerzeit von den Besatzungsmächten bestimmt. 1947 wurden die
Uhren zwischen dem 11. Mai und 29. Juni im Rahmen der so genannten „Doppelten Sommerzeit“
(mitteleuropäische Hochsommerzeit; MEHSZ) zwei Stunden vorgestellt. Die damalige Sommerzeitregelung
endete mit dem Ende des Jahres 1949. Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Sommerzeit.
Die erneute Einführung der Sommerzeit wurde in der Bundesrepublik 1978 beschlossen, trat jedoch
erst 1980 in Kraft. Zum einen wollte man sich bei der Zeitumstellung den westlichen Nachbarländern
anpassen, die bereits 1977 als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 aus energiepolitischen Gründen die
Sommerzeit eingeführt hatten. Zum anderen musste man sich mit der DDR über die Einführung der
Sommerzeit einigen, damit Deutschland und insbesondere Berlin nicht zusätzlich noch zeitlich geteilt
war. Die Bundesrepublik und die DDR führten die Sommerzeit gleichzeitig ein, was der Harmonisierung
beider Staaten diente. In der DDR regelte die Verordnung über die Einführung der Sommerzeit vom 31.
Januar 1980 die Umstellung. Von 1981 bis 1995 begann in Deutschland die Sommerzeit am letzten Sonntag
im März um 2:00 Uhr MEZ und endete am letzten Sonntag im September um 3:00 Uhr MESZ.
Durch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union
wurde die Sommerzeit 1996 in Deutschland um einen Monat verlängert und gilt gemäß Richtlinie 2000/84/EG
des Europäischen Parlamentes und des Rates seitdem vom letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr MEZ bis zum
letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr MESZ.
Umsetzung der Sommerzeitregelung in Deutschland
In Deutschland wird die Zeitumstellung per Rechtsverordnung geregelt. Der Rahmen ist durch das
Einheiten- und Zeitgesetz festgelegt. Derzeit beginnt die mitteleuropäische Sommerzeit jeweils am
letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Zum Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit
wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit endet jeweils
am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Zum Zeitpunkt des Endes der
Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Für die technische Umsetzung der Zeitumstellungen ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
in Braunschweig zuständig. Die PTB programmiert die impulsgebenden Atomuhren in Braunschweig. Diese
gleicht die Atomuhrzeit mit der Uhr am Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main ab,
der von dort Zeitsignale ausstrahlt. Sie gehen an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die
Steuertechnik von Kraft- und Umspannwerken, die Uhren der Deutschen Bahn AG, die Fahrsteuerung der
U-Bahnen, die Anlagen der Flugsicherung und rund 50.000 Verkehrsampeln.