SAS-Festplatten graben Solid State Disks und Bändern das Wasser ab
Wer glaubt, dass Festplatten nur Daten speichern, wird sich wohl bald eines Besseren belehren lassen müssen. Denn neben Neuerungen wie einem steigenden Speicherplatz, einer höheren Geschwindigkeit und zahlreichen weiteren Verbesserungen werden Festplatten künftig auch zu Datentresoren und Objektträgern, die Inhalte selbstständig indizieren.
Festplattenlaufwerke sind gerade in ihrem zweiten Frühling. Die Technik feierte im Jahr 2006 ihren 50. Geburtstag und hat über Jahrzehnte hinweg bei der Datenspeicherung in Unternehmen die Hauptrolle gespielt. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.
„Zwei Aspekte machen Festplatten interessant: Serial-Attached SCSI (SAS) und der Wechsel hin zum 2,5-Zoll-Formfaktor“, so Mike Karp, Senior Analyst bei Enterprise Management Associates (EMA).
Aber das sind nur die wichtigsten Änderungen. Einige Entwicklungen sind nicht neu, beispielsweise, dass die Hersteller die Speicherkapazität der Disks um jährlich etwa 40 Prozent steigern. Weitere Neuerungen, wie eine Geschwindigkeit von sechs Gigabit pro Sekunde beim neuen SAS-Interface, können hingegen sogar bisher gültige Spielregeln verändern, wenn die Schnittstelle nicht nur an der Disk, sondern auch äußerlich am Storage-Array genutzt werden kann.
Und einige Entwicklungen werden erst langsam im Laufe der Zeit wirken – etwa die Festplattenverschlüsselung oder die Möglichkeit, Festplatten langsamer laufen zu lassen und Komponenten wie den Kopf abzuschalten , um so Energie zu sparen. Auch Fehlerkorrekturmechanismen für große Datenblöcke mit 4.096 Bytes oder objektbasierende Festplatten, die zusätzlich Metadaten von allen gespeicherten Dokumenten anlegen, spielen noch keine große Rolle. Aber diese Ansätze finden langsam ihren Weg aus den Entwicklungslabors in marktreife Produkte.
2,5-Zoll und SAS
Seit kurzem werden Laufwerke für Server im 2,5-Zoll-Formfaktor ausgeliefert. Dell verwendet diesen Typus beispielsweise im Festplattenerweiterungsgehäuse Powervault MD1120, das 24 Disks aufnehmen kann. Insgesamt lässt sich die Speichererweiterung auf sechs Einschübe mit insgesamt 144 Festplatten ausbauen. SAS-Schnittstellen mit sechs Gigabit pro Sekunde sind zwar noch im Prozess der Zertifizierung und es dauert noch, bis Arrays mit vergleichbaren Schnittstellen verfügbar sind. Aber angesichts des ständig wachsenden Bedarfs nach Speicherkapazität und höherer Performance sowie eines steigenden Drucks, die Energiekosten einzudämmen, werden die jüngsten HDD-Entwicklungen Administratoren in den kommenden sechs bis 18 Monaten viel Stoff zum Nachdenken geben.
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