Der aktuelle SATA-II-Standard bringt theoretisch eine Leistung von drei Gb/s
über das Datenkabel, während sich der Vorgänger mit 1,5 Gb/s zufrieden geben muss.
Wie man sich bereits denken kann, wird der noch nicht erhältliche SATA-III-Standard
den Laufwerken gleich sechs Gb/s zur Verfügung stellen. SATA III soll Ende des Jahres
erscheinen.
Wie die Kollegen von ars technica berichten, haben AMD und Seagate zusammen nun eine
erste SATA-III-Konfiguration der Öffentlichkeit gezeigt. AMD hat für diese Demonstration
logischerweise einen passenden Chipsatz, Seagate dagegen die notwendige Festplatte
beigesteuert. Dabei handelt es sich um ein Derivat der „Barracuda 7200.12“-Serie, also
nicht um eine SSD. Bei beiden Produkten handelt es sich noch um Prototypen.
Bei den selbst durchgeführtem Messungen brachte es das SATA-II-Laufwerk auf 2,5 Gbps,
während der SATA-III-Kollege schnellere 5,5 Gbps erzielte. Bei den Werten muss man
jedoch Vorsicht walten lassen, da herkömmliche Festplatten diese Übertragungsraten
in der Praxis eigentlich nicht erreichen. Die Seagate Barracuda 7200.12 verfügt über
einen 32 MB großen Cache, der in Burst-Szenarien viel schneller als die Magnetscheibe
agieren kann. Aus diesem Cache sind die Messwerte wahrscheinlich entstanden.
Interessanter wird SATA III dagegen wahrscheinlich für moderne SSDs werden, da deren
Übertragungsraten bereits jetzt die von Festplatten übertreffen. Abgesehen von der
verbesserten Geschwindigkeit soll SATA III eine verbesserte NCQ-Geschwindigkeit und
ein besseres Power Management besitzen.